Alle Artikel von Germaine

Weihnachten ohne Speck

Draußen weht uns der Herbst eine frische Brise um die Nase, wir hüllen unsere Körper in kuschelige Kleider und irgendwie riecht es schon ein wenig nach Zimt und Weihnachten. Die gesteckten Ziele, wie gesunde Ernährung und Gewichtsreduktion werden dann gerne Mal aufs nächste Jahr verschoben. Aber warum eigentlich? Schließlich können wir die Vitamine während der kalten Jahreszeit gut gebrauchen und es wäre doch schön, ohne zusätzliche Kilos in das neue Jahr zu starten.

Für alle, die ihren Zielen zum Jahresende treu bleiben, gibt es die Ernährungsberatung im November und Dezember 2018 zum halben Preis, nämlich für 39,50 Euro pro Stunde (bei Buchung und Vorabbezahlung von mindestens vier Stunden). Die Erstberatung vorab per E-Mail, Chat oder telefonisch bleibt natürlich kostenfrei.

Das Angebot gilt, so lange mein Kalender freie Termine hergibt. Also, auf die Termine … fertig, los! Sie erreichen mich per E-Mail und per Chat oder Telefon unter 0171-2709600.

6 Wochen VEGAN – die Fastenzeit-Challenge

Von Aschermittwoch bis Karfreitag wird traditionell gefastet. In der Fastenzeit wird der Körper entgiftet, gereinigt und von überflüssigen Pfunden befreit. Schlechte Gewohnheiten sollen losgelassen und neue, gesunde Gewohnheiten in den Alltag integriert werden. Eine tiefgreifende Art des Fastens ist das Heilfasten, bei dem nahezu keine Nahrung aufgenommen wird. Das wollen wir hier aber nicht machen.

6 Wochen VEGAN, das heißt, die Teilnehmer der Fastenzeit-Challenge verzichten während der gesamten Fastenzeit auf tierische Produkte in ihrer Ernährung. Die Ernährung in dieser Zeit soll vollwertig pflanzlich gestaltet werden, was bereits eine Entlastung für den mischköstlich ernährten Organismus darstellt. Zum Beispiel kann sich der Säure-Basen-Haushalt während der Fastenperiode wieder regulieren. Außerdem kann die Aufnahme größerer Mengen  Mikronährstoffe deinen Stoffwechsel ankurbeln und dein Immunsystem stärken.

Die 6 Wochen VEGAN Fastenzeit-Challenge ist für alle geeignet, die sich für eine vegane Ernährung interessieren. Du kannst diese Ernährungsform während der Fastenzeit ausprobieren oder die Challenge nutzen, um deine Ernährung umzustellen. Auch zur Gewichtsreduktion ist die vegane Fastenzeit-Challenge gut geeignet.

Wir starten mit einem Wochenendseminar (Freitag und Samstag) zur Vorbereitung der Fastenzeit. Hier erfährst du alles, was du über die vegane Ernährung wissen solltest und planst deine Ernährung für die kommenden Wochen. Anschließend treffen wir uns während der Fastenzeit jeden Donnerstag bei mir in der Praxis, um den Prozess zu beobachten, das vegane Ernährungswissen zu vertiefen und Fragen zu klären. Zwischen den Terminen tauschen wir uns online aus.

Der Preis für den gesamten Kurs beträgt 185,00 Euro inklusive Skript, Ernährungstagebuch und Ernährungsplan. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Am besten meldest du dich sofort an.

Hast du Fragen? Dann schreib mir einfach eine E-Mail.

Diät ohne Waage – Achtsamkeitstraining zur Gewichtsreduktion

Bei dieser „Diät“ orientieren Sie sich nicht an quantitativen Werten, sondern an ihrem Wohl- und Körpergefühl. Sie trainieren die Sättigung ihres Körpers sowie die Bekömmlichkeit einzelner Lebensmittel bewusster wahrzunehmen. Außerdem reflektieren wir psychologische Vorgänge und alte Gewohnheiten, um diese gezielt verändern zu können. Dieses Training ist eine Reise in ein neues Körpergefühl.

Das Training beinhaltet acht Termine mit:

  • Ernährungsberatung und Prozessbegleitung
  • Mentaltraining
  • Yoga und Meditation

Zwischen den Terminen können Sie sich online mit anderen Teilnehmern austauschen.

Jetzt anmelden! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. 

8 Termine: 10. Januar bis 28. Februar 2019 – immer donnerstags von 18 bis 19:45 Uhr
Kosten: 180,00 Euro inklusive Skript, Ernährungstagebuch und Trainingsplänen

Fragen beantworte ich gern per E-Mail oder telefonisch unter 0171-2709600.

Trend: Food Combining

Food Combining! Ein neuer Trend zieht seine Kreise und möchte dir sagen, welche Lebensmittel du miteinander kombinieren solltest, damit du dich nach dem Essen besser fühlst. In diesem Zusammenhang hört man auch immer wieder von Monomahlzeiten, also eine Mahlzeit mit nur einem Lebensmittel (z.B. nur Äpfel), weil diese Monomahlzeiten laut dem Food Combining Trend am besten verträglich sind. Aber ist das wirklich so? Und ist das gesund?

Da stellt sich mir als erstes die Frage: Wie fühlst du dich denn nach deinem Essen? Denn wenn du sämtliche Lebensmittel lustig miteinander kombinieren kannst und es dir damit gut geht, gibt es, meiner Meinung nach, keinen Grund nach irgendwelchen Regeln diesbezüglich zu leben.

Klassische Bekömmlichkeitsstörungen sind Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Blähungen, Bauchweh, Sodbrennen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder allgemeines Unwohlsein. Mit Hilfe eines Ernährungstagebuchs findest du heraus, wann dir ein Essen nicht bekommt und welche Lebensmittel möglicherweise dahinter stecken. (Ein Ernährungstagebuch zum selbst Ausdrucken sende ich dir kostenfrei per E-Mail).

Wenn du herausgefunden hast, an welchen Bekömmlichkeitsstörungen du leidest und welche Speisen diese vermutlich auslösen, kannst du mit Food Combining Tipps andere Lebensmittelzusammenstellungen ausprobieren und sehen, ob es dir damit besser geht. Einige dieser Tipps führe ich hier nachfolgend auf:

  1. Unterschiedliche Lebensmittel haben unterschiedliche Verdauungszeiten. Du solltest schnell verdauliche Lebensmittel immer zuerst essen. Melone ist sehr schnell verdaut, gefolgt von anderem Obst. Dann kommt rohes Gemüse, anschließend gekochtes Gemüse, dann Hülsenfrüchte und dann Kohlenhydrate, Brot, Käse und am längsten dauert es Fleisch zu verdauen.
  2. Melone solltest du als Monomahlzeit essen und du solltest auch keine Melonensorten untereinander mischen, sondern die wasserhaltigen zuerst essen, dann die süßen Sorten.
  3. Südfrüchte lassen sich recht gut untereinander mischen. Für alle anderen Obstsorten gilt: Nicht zu viele Sorten kombinieren, möglichst nicht mehr als zwei oder drei Sorten.
  4. Gemüse kann quasi mit allem kombiniert werden. (Erinnerung: Achte darauf, was du persönlich gut verträgst.)
  5. Iss Obst und Nüsse nicht in einer Mahlzeit, sondern erst das Obst und dann, nach einer kurzen Pause, die Nüsse.

Wenn du nach dem Essen sehr müde bist, kann das daran liegen, dass du zu viel oder zu schwer gegessen hast. Es ist aber auch möglich, dass dir eine Lebensmittelkombination in sofern nicht bekommt, dass dein Körper viel Energie dafür benötigt die komplexe Kost zu verdauen. Schließlich werden in der Verdauung unterschiedlicher Lebensmittel auch unterschiedliche Enzyme benötigt und Verdauungssäfte immer wieder neu zusammengestellt.

Was ist denn nun gesünder, Monomahlzeiten oder komplexe Kost? 

Monomahlzeiten und Mahlzeiten, in denen nur wenige und bestimmte Lebensmittel miteinander kombiniert werden, sind unter Umständen besser verdaulich und für einige Menschen bekömmlicher. Allerdings liefert eine vollwertige, komplexe Kost auch komplexe Nährstoffe und diese braucht unser Körper möglichst in seiner vollen und natürlichen Komplexität. So ist es zum Beispiel bei der Aufnahme pflanzlicher Proteine wichtig, unterschiedliche Proteinquellen miteinander zu kombinieren, um das gesamte Spektrum essenzieller Aminosäuren aufnehmen zu können. Bestimmte Lebensmittel sollten mit Vitamin C kombiniert werden, um zum Beispiel Eisen und Zink besser aufnehmen zu können. Schlussendlich gibt es noch andere Methoden, um die Vertraulichkeit von Lebensmitteln zu erhöhen, wie etwas das Einweichen oder Keimen.

Wer sich nun nicht zwischen einfach oder komplex entscheiden kann, darf erstmal aufatmen. Denn du kannst alles haben. Sämtliche Nährstoffe in der optimalen Kombination. Wichtig hierfür ist, deinen Speiseplan individuell sowie vollwertig zu gestalten und immer wieder darauf zu achten, was dir gut bekommt.

Vegan, vegetarisch, vollwertig pflanzenbasiert … was heißt das eigentlich?

Es existieren verschiedene Definitionen der unterschiedlichen Ernährungsweisen und Ernährungsstile. Hier kommen meine:

Omnivore Ernährung: Das ist die normale Mischkost der Allesesser. Hier ist alles erlaubt. Wer sich omnivor und möglichst gesund ernähren möchte, orientiert sich am besten an den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bzw. lässt sich auf Grundlage dieser Empfehlungen beraten.

Vegetarische Ernährung: Hier gibt es die Ovo-Lakto-Vegetarier, die auf Fleisch, Geflügel und manchmal auch auf Fisch verzichten, aber Honig, Eier, Milch und Milchprodukte essen. Ich kenne auch Vegetarier, dir nur auf Fleisch verzichten, jedoch Fisch und alles andere essen. Dann gibt es noch die Lakto-Vegetarier, die keine Fleisch und keine Eier essen, aber Milch und Milchprodukte zu sich nehmen.

Vegane Ernährung: Veganer ernähren sich ausschließlich von Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft, also Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Saaten. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von veganen Produkten, wie Fleischersatzprodukte (Soja-Würsten & Co.), Aufstriche, Pizza, Chips, Kekse und vieles mehr. Deshalb ist eine vegane Ernährung nicht automatisch auch eine vollwertige Ernährung. Außerdem sollten Veganer auf die Zufuhr bestimmer Nährstoffe in der veganen Ernährung achten.

Vollwertig pflanzenbasierte Ernährung: Diese Ernährungsweise basiert auf unverarbeiteten bzw. naturbelassenen pflanzlichen Lebensmitteln. Es handelt sich um eine vollwertige Ernährung, in der keine (oder möglichst wenig) verarbeitete, industriell hergestellte oder tierische Produkte konsumiert werden. Zum Bespiel wird Getreide als volles Korn und nicht als Auszugsmehl genossen oder es werden Ölsaaten statt Fette und Früchte statt Haushaltszucker konsumiert.

Rohkost-Ernährung: Rohköstler essen ihre pflanzlichen Produkte frisch, naturbelassen und roh bzw. erhitzen diese nicht über 48 Grad. Sie essen nichts aus Dosen und Gläsern oder irgendetwas, das durch Zusätze verändert oder industriell behandelt wurde. Die wichtigsten Nahrungsmittel in der Rohkost-Ernährung sind Früchte, Gemüse, Sprossen, Nüsse, Kerne, Algen und Ölsaaten.

Und das ist meine Ernährung und meine Haltung dazu:

Ich bin Veganerin und ernähre mich vollwertig pflanzenbasiert mit einem möglichst hohen Anteil an Rohkost. Ich bin aber nicht militant. Wenn mich jemand zu seinem Geburtstag einlädt und mit viel Liebe einen Kuchen gebacken oder etwas gekocht hat, esse ich ggf. davon – abhängig von Tagesform und Speise. Fleisch esse ich gar nicht, ebenso wie pure tierische Produkte. Ich finde es wichtig, über die Folgen unserer heutigen Ernährung – für unsere Gesundheit und unsere Umwelt – aufzuklären. Insbesondere die Macht und das skrupellose Vorgehen von Konzernen bereitet mir Sorgen. Dennoch möchte ich niemanden zu einer veganen bzw. vollwertig pflanzenbasierten Ernährung überreden. In meinen Beratungen unterstütze ich Menschen dabei, die Ernährung zu finden und zu etablieren, die ihnen gut tut und schmeckt. Außerdem ist die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten immer ein Prozess, der am besten schrittweise vollzogen wird. Die besten Begleiter auf dem Weg in eine neue Ernährungsweise sind Freude und Neugierde. So lässt sich jedes Ziel erreichen.

Metabolic Mood Syndrome / Metabolisches Stimmungs Syndrom

Das metabolische Syndrom beschreibt einen Symptomkomplex aus Stoffwechselstörungen und ist gekennzeichnet durch starkes Übergewicht (mit abdomineller Fettverteilung bwz. Bauchfett), Bluthochdruck, erhöhten Blutzuckerspiegel und gestörtem Fettstoffwechsel (hohe LDL Cholesterinwerte und niedrige HDL Cholesterinwerte).

Die Ursachen für das metabolische Syndrom (Stoffwechselstörungen) finden sich meist in einem heute weit verbreiteten und typisch „westlichen“ Lebensstil mit wenig Bewegung und Überernährung durch hochkalorische Kost bei gleichzeitig geringer Nährstoffaufnahme (qualitative Mangelernährung). Es besteht ein hohes Risiko für Herz-/Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitusTyp 2 und Depressionen.

Die Kombination aus Stoffwechelstörungen und depressiven Verstimmungen wird als metabolic mood syndrome bezeichnet und ist insbesondere deshalb so tückisch, weil die Betroffenen sich durch ihre negative Stimmungslage weniger in der Lage fühlen, etwas gegen die Stoffwechselstörungen und für ihre Gesundheit zu tun. Somit benötigen Betroffene neben einer medizinischen Beratung und Therapie auch eine alltagsnahe, psychologische Unterstützung.

Mit Ernährungswissen und Selbstmanagement zu gesundem Genuss und Freude an Bewegung

Jemand der über Jahre oder Jahrzehnte fett- und zuckerreich gegessen hat und gern auf der Couch die Füße hochlegt, wird nicht plötzlich zum sportlichen Fitnessmodel – auch wenn Medien und Werbemacher das gern hätten und behaupten. UND das muss auch überhaupt nicht sein, um glücklich und gesund zu leben. Zwischen dem Patientendasein und dem Model-Leben gibt es nämlich eine gesunde Mitte, in der es sich mit Freude, Genuss und Wohlgefühl leben lässt. Diese gesunde Mitte ist für die allermeisten Menschen realistisch zu erreichen, kleine Schritte führen dort hin und Sie müssen den Weg nicht allein gehen.

Übrigens müssen Sie erst einmal auf gar nichts verzichten. Es geht viel mehr darum Neues in ihr Leben zu bringen. Viele Lebensmittel, die ihrem Stoffwechsel gut tun, besitzen auch die Kraft ihr Energieniveau anzuheben und ihre Stimmung zu verbessern. Mehr Nährstoffe bringen mehr Kraft für Bewegung. Es braucht immer erstmal etwas Schwung und Antrieb, um eine Veränderung anzugehen. Ist dieser Prozess im Gang, lassen sich festgelegte Ziele meist gut erreichen und der Weg dorthin kann mit Neugierde und Freude am neuen Lebensgefühl bestritten werden.

Welches sind ihre ersten Schritte in ein neues Leben? Gern stehe ich Ihnen bei der Planung und Realisierung zur Seite. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail oder eine SMS/WA an 0171-2709600.

Warum die meisten Menschen aktiver sind, wenn sie weniger über Bewegung nachdenken

Es gibt Dinge, die tust du, ohne groß darüber nachzudenken. Du tust sie, wie du sie gern tust. Du vergisst die Zeit, vergisst dich selbst und bist ganz natürlich im Fluss mit dir und deinem Tun.

Und dann gibt es die anderen Dinge, wie zum Bespiel Sport. Schon er bloße Gedanke daran, löst lautes Theater in deinem Kopf aus. Ein maulender innerer Schweinehund und ein strenger innerer Kritiker versauen dir die Stimmung, ziehen alles in Negative, bauen Druck auf, machen dich nieder … und noch bevor du irgendetwas tun kannst, wird dein Körper ganz schwer und müde. Du bist völlig fertig, obwohl du nichts getan hast. Kein Wunder, denn dieser innerpsychische Gedankenkrampf wirkt extrem erschöpfend. Und das Hauptproblem ist, dass du dabei gegen dich selbst kämpfst. Diesen Kampf kannst du nur gewinnen, in dem du ihn verlierst.

Ich möchte dir empfehlen, dass du – sobald deine inneren Stimmen beginnen zu maulen und Druck zu machen – das Gebrabbel unterbrichst und etwas ganz anderes tust, als ursprünglich geplant war. Am besten überlegst du dir immer mal wieder Alternativen zum ungeliebten Sportprogramm. Schreib dir eine Liste mit Aktivitäten die dir Spaß machen (und aktualisiere die Liste von Zeit zu Zeit). Und sobald das Gedankentheater los geht, weil du dir vorgenommen hast ins Fitnessstudio zu gehen, switchst du um auf eine Aktivität von deiner Liste, zum Beispiel Musik hören und tanzen, Shoppen gehen, die Wohnung umräumen usw.

Und wann gehst du dann noch ins Studio? Wenn du nicht mehr darüber nachdenkst oder dein innerer Kritiker es Leid ist zum fünften Mal in einem Moment das Wohnzimmer umzustellen. Wichtig ist, dass du beginnst, deine inneren Kritiker und Schweinehunde zu beobachten und sie nicht mehr so ernst nimmst. Damit nimmst du ihnen die Macht über deine Energie und holst dir die Kontrolle zurück.

 

16/8 Intervallfasten: Bewusste Teilzeit-Ernährung im Biorhythmus

Das 16/8 Intervallfasten ist eigentlich gar kein Fasten und auch keine Diät. Es ist eine Ernährungsform, in der du 16 Stunden lang (über Nacht) auf jegliche Nahrung verzichtest und nur Wasser oder ungesüßten Kräutertee zu dir nimmst. In den restlichen 8 Stunden kannst du normal essen.

Hintergrund: Wenn der Körper zehn bis zwölf Stunden keine Kalorien zugeführt bekommt, baut er verstärkt Fettreserven ab. Außerdem hat der Körper in der langen nahrungsfreien Zeit mehr Zeit für Verdauung und Entgiftung. Die Entgiftung findet übrigens verstärkt in den frühen Morgenstunden statt. Du unterstützt deinen Organismus also, in dem du ihn nicht direkt wieder mit neuer Arbeit bzw. neuer Nahrung belastest.

Schnelle Gewichtswunder solltest du bei dieser Methode allerdings nicht erwarten. Das 16/8 Intervallfasten ist eher für eine moderate Gewichtsreduktion (zum Beispiel im Rahmen einer Ernährungsumstellung) geeignet. Außerdem solltest du trotzdem an deine Kalorienbilanz denken. Denn wenn du in acht Stunden mehr Kalorien zu dir nimmst, als dein Körper braucht und verbrennen kann, dann wird der Rest in Form von Fett an Hüften und Co. eingelagert – auch wenn du anschließend 16 Stunden fastest.

Der große Vorteil dieser Methode bzw. Ernährungsform – neben der guten Entgiftung – ist, dass sie eine bewusste Ernährung fördert. Denn wer auf seine Essenszeiten achtet, wird auch eher darauf achten, was er wann ist bzw. einfach insgesamt achtsamer in seiner Ernährung.

Die meisten Menschen, die diese 16/8 Intervallfasten-Methode anwenden, verzichten auf ihr Frühstück. Sie beginnen mittags um zwölf mit dem Essen und nehmen Abend um 20 Uhr ihre letzte Mahlzeit zu sich. Für mich persönlich ist das nichts. Ich bin Frühaufsteherin und bin ganz verrückt auf Frühstück. Dafür habe ich abends lieber einen leeren Bauch, wenn ich zeitig schlafen gehe. Deshalb esse ich zwischen 9 und 17 Uhr oder manchmal auch zwischen 10 und 18 Uhr. Das entspricht eher meinem Biorhythmus.

Wenn du die 16/8 Intervallfasten-Methode ausprobieren möchtest, solltest du dir also überlegen, auf welche Mahlzeit du besser verzichtet möchtest, Frühstück oder Abendessen? Bist du Frühaufsteher oder Langschläfer. Wann sind deine natürlichen Essenszeiten?

Welche Erfahrungen hast du mit dem Intervallfasten gemacht? Das würde mich sehr interessieren. Hinterlass mir doch einen Kommentar. Ich freue mich.

Du darfst alles essen: von freundlichen Fetten und fröhlichen Kohlenhydraten

Nach low fat (wenig Fett) liegt seit einigen Jahren low carb (wenig Kohlenhydrate) voll im Trend. Das heißt, nachdem man erst jahrelang die Fette verteufelt hat, sind nun die armen Kohlenhydrate dran. Ziel ist es dabei möglichst an Gewicht zu verlieren.

Nehmen wir zu viel Fett zu uns, wird dieses als Reserve für schlechte Zeiten in unserem Körper und vorzugsweise auf den Hüften gespeichert. Nehmen wir zu viel Kohlenhydrate auf, werden diese auch als Energiereserve gespeichert. Da liegt die Vermutung nahe, wir müssten nur auf Fett oder eben auf Kohlenhydrate oder wohlmöglich auf beides verzichten, um eine schönes und schlankes Leben zu führen. Wenn man denn gerne mit schlechter Laune und Heißhunger lebt, könnte das vielleicht funktionieren.

Kohlenhydrate sind wichtig für unsere Ernährung und machen total gute Laune – jedenfalls in ihrer natürlichen Form. Vollkorngetreide (z.B. Weizen, Dinkel, Reis usw.), Pseudogetreide (wie z.B. Quinoa, Buchweizen und Amaranth), Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Früchte sind reich an Kohlenhydraten und kommen in einem gesunden Gesamtpaket mit wertvollen Mineralstoffen, Vitaminen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen daher. In dieser natürlichen Form sind Kohlenhydrate gesund und schützen vor diversen Erkrankungen, wie Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Und sofern du insgesamt nicht mehr Kalorien zu dir nimmst, als dein Körper braucht, wirst du ziemlich sicher auch nicht an Gewicht zulegen.

Richtig viele Kalorien haben allerdings die Produkte mit viel Kohlenhydraten (und viel Zucker), die du außerhalb der Obst- und Gemüseabteilung im Supermarkt findest. Brot aus Auszugsmehlen, Weißmehlprodukte, Kekse und anderes Gebäck, Süßigkeiten, Kartoffelchips, Fertiggerichte, Pizza und das ganze andere Zeug sind reich an Kalorien und arm an Nährstoffen. Sie schützen nicht vor Krankheiten und machen schnell dick. Leere Kalorien! Auf diese Kohlenhydrate darfst du gern verzichten.

Industriell stark verarbeitete Produkte sind meist nicht nur reich an einfachen Kohlenhydraten bzw. Zucker, sondern auch reich an Fetten, insbesondere an ungesunden Transfettsäuren und gesättigten Fettsäuren, die sich negativ auf unsere Blutfettwerte und insbesondere auf den Cholesterinspiegel auswirken. Andere Fette hingegen sind sogar essenziell für unseren Körper, das heißt, sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Diese mehrfach ungesättigten (Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren) finden wir in Nüssen, Samen, Ölsaaten und deren Öle (z.B. Leinöl oder Walnussöl). Ein optimales Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren weisen Leinsamen und Walnüsse auf. Sie dürfen täglich in kleinen Mengen in den Speiseplan integriert werden und haben sogar eine Cholesterin senkende Wirkung.

Kohlenhydrate und Fette sind also nicht schlecht, sondern können in ihrer natürlichen Form unsere Gesundheit schützen. Damit sich keine überschüssige Energie an Bauch und Hüften sammelt sollte auf eine ausgewogene Energiebilanz und einen gesunden Lebensstil geachtet werden. Fast Food, Fertigprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel sind nicht Teil einer gesunden Lebensweise, da sie voller leerer Kohlenhydrate, Zucker und ungesunder Fette sind sowie wenig gesundheitsfördernde Nährstoffe besitzen.

Hast du Fragen? Dann schreibe mir gerne eine E-Mail oder eine WA an 0171-2709600.

Mit Achtsamkeit zur bewussten Ernährung

Emotionales Essen läuft meist unkontrolliert oder unbewusst ab. Der Schlüssel zur Auflösung dieser Mechanismen – und das ist auch in der Verhaltenstherapie so – ist Achtsamkeit. Diese beginnt mit einer intensiven Selbstbeobachtung und jede Art von Achtsamkeitstraining, insbesondere auch Meditation, fördert dieses Prozess. Das Ziel dieser Übungen ist es, sich nicht mehr emotional überwältigen zu lassen und Kontrolle über sein Essverhalten zu haben.

In der Ernährungsberatung und Ernährungstherapie setzen wir bei emotionalem Essen unterschiedliche Bewältigungsstrategien ein. Aber ohne Achtsamkeit weißt du nicht, wann du diese einsetzen sollst. Deshalb ist Achtsamkeit so wichtig in der Veränderung von Essgewohnheiten mit emotionalem Essen.

Aber Achtsamkeitstraining kann noch mehr. Durch Achtsamkeit, Meditation oder auch Yoga wird die Körperwahrnehmung geschult. Das hilft zum Beispiel zwischen körperlichem und seelischem Hunger zu unterscheiden und das Gefühl der Sättigung besser wahrzunehmen. Auch Gelüste auf Süßes lassen sich durch Achtsamkeit besser entschlüsseln.

Weitere Infos gibt es in der Beratung oder in der Ernährungsgruppe. Schreib mir doch einfach eine E-Mail oder eine Nachricht an 0171-2709600.