Kategorie: Tipps & Themen

Trend: Food Combining

Food Combining! Ein neuer Trend zieht seine Kreise und möchte dir sagen, welche Lebensmittel du miteinander kombinieren solltest, damit du dich nach dem Essen besser fühlst. In diesem Zusammenhang hört man auch immer wieder von Monomahlzeiten, also eine Mahlzeit mit nur einem Lebensmittel (z.B. nur Äpfel), weil diese Monomahlzeiten laut dem Food Combining Trend am besten verträglich sind. Aber ist das wirklich so? Und ist das gesund?

Da stellt sich mir als erstes die Frage: Wie fühlst du dich denn nach deinem Essen? Denn wenn du sämtliche Lebensmittel lustig miteinander kombinieren kannst und es dir damit gut geht, gibt es, meiner Meinung nach, keinen Grund nach irgendwelchen Regeln diesbezüglich zu leben.

Klassische Bekömmlichkeitsstörungen sind Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Blähungen, Bauchweh, Sodbrennen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder allgemeines Unwohlsein. Mit Hilfe eines Ernährungstagebuchs findest du heraus, wann dir ein Essen nicht bekommt und welche Lebensmittel möglicherweise dahinter stecken. (Ein Ernährungstagebuch zum selbst Ausdrucken sende ich dir kostenfrei per E-Mail).

Wenn du herausgefunden hast, an welchen Bekömmlichkeitsstörungen du leidest und welche Speisen diese vermutlich auslösen, kannst du mit Food Combining Tipps andere Lebensmittelzusammenstellungen ausprobieren und sehen, ob es dir damit besser geht. Einige dieser Tipps führe ich hier nachfolgend auf:

  1. Unterschiedliche Lebensmittel haben unterschiedliche Verdauungszeiten. Du solltest schnell verdauliche Lebensmittel immer zuerst essen. Melone ist sehr schnell verdaut, gefolgt von anderem Obst. Dann kommt rohes Gemüse, anschließend gekochtes Gemüse, dann Hülsenfrüchte und dann Kohlenhydrate, Brot, Käse und am längsten dauert es Fleisch zu verdauen.
  2. Melone solltest du als Monomahlzeit essen und du solltest auch keine Melonensorten untereinander mischen, sondern die wasserhaltigen zuerst essen, dann die süßen Sorten.
  3. Südfrüchte lassen sich recht gut untereinander mischen. Für alle anderen Obstsorten gilt: Nicht zu viele Sorten kombinieren, möglichst nicht mehr als zwei oder drei Sorten.
  4. Gemüse kann quasi mit allem kombiniert werden. (Erinnerung: Achte darauf, was du persönlich gut verträgst.)
  5. Iss Obst und Nüsse nicht in einer Mahlzeit, sondern erst das Obst und dann, nach einer kurzen Pause, die Nüsse.

Wenn du nach dem Essen sehr müde bist, kann das daran liegen, dass du zu viel oder zu schwer gegessen hast. Es ist aber auch möglich, dass dir eine Lebensmittelkombination in sofern nicht bekommt, dass dein Körper viel Energie dafür benötigt die komplexe Kost zu verdauen. Schließlich werden in der Verdauung unterschiedlicher Lebensmittel auch unterschiedliche Enzyme benötigt und Verdauungssäfte immer wieder neu zusammengestellt.

Was ist denn nun gesünder, Monomahlzeiten oder komplexe Kost? 

Monomahlzeiten und Mahlzeiten, in denen nur wenige und bestimmte Lebensmittel miteinander kombiniert werden, sind unter Umständen besser verdaulich und für einige Menschen bekömmlicher. Allerdings liefert eine vollwertige, komplexe Kost auch komplexe Nährstoffe und diese braucht unser Körper möglichst in seiner vollen und natürlichen Komplexität. So ist es zum Beispiel bei der Aufnahme pflanzlicher Proteine wichtig, unterschiedliche Proteinquellen miteinander zu kombinieren, um das gesamte Spektrum essenzieller Aminosäuren aufnehmen zu können. Bestimmte Lebensmittel sollten mit Vitamin C kombiniert werden, um zum Beispiel Eisen und Zink besser aufnehmen zu können. Schlussendlich gibt es noch andere Methoden, um die Vertraulichkeit von Lebensmitteln zu erhöhen, wie etwas das Einweichen oder Keimen.

Wer sich nun nicht zwischen einfach oder komplex entscheiden kann, darf erstmal aufatmen. Denn du kannst alles haben. Sämtliche Nährstoffe in der optimalen Kombination. Wichtig hierfür ist, deinen Speiseplan individuell sowie vollwertig zu gestalten und immer wieder darauf zu achten, was dir gut bekommt.

Du darfst alles essen: von freundlichen Fetten und fröhlichen Kohlenhydraten

Nach low fat (wenig Fett) liegt seit einigen Jahren low carb (wenig Kohlenhydrate) voll im Trend. Das heißt, nachdem man erst jahrelang die Fette verteufelt hat, sind nun die armen Kohlenhydrate dran. Ziel ist es dabei möglichst an Gewicht zu verlieren.

Nehmen wir zu viel Fett zu uns, wird dieses als Reserve für schlechte Zeiten in unserem Körper und vorzugsweise auf den Hüften gespeichert. Nehmen wir zu viel Kohlenhydrate auf, werden diese auch als Energiereserve gespeichert. Da liegt die Vermutung nahe, wir müssten nur auf Fett oder eben auf Kohlenhydrate oder wohlmöglich auf beides verzichten, um eine schönes und schlankes Leben zu führen. Wenn man denn gerne mit schlechter Laune und Heißhunger lebt, könnte das vielleicht funktionieren.

Kohlenhydrate sind wichtig für unsere Ernährung und machen total gute Laune – jedenfalls in ihrer natürlichen Form. Vollkorngetreide (z.B. Weizen, Dinkel, Reis usw.), Pseudogetreide (wie z.B. Quinoa, Buchweizen und Amaranth), Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Früchte sind reich an Kohlenhydraten und kommen in einem gesunden Gesamtpaket mit wertvollen Mineralstoffen, Vitaminen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen daher. In dieser natürlichen Form sind Kohlenhydrate gesund und schützen vor diversen Erkrankungen, wie Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Und sofern du insgesamt nicht mehr Kalorien zu dir nimmst, als dein Körper braucht, wirst du ziemlich sicher auch nicht an Gewicht zulegen.

Richtig viele Kalorien haben allerdings die Produkte mit viel Kohlenhydraten (und viel Zucker), die du außerhalb der Obst- und Gemüseabteilung im Supermarkt findest. Brot aus Auszugsmehlen, Weißmehlprodukte, Kekse und anderes Gebäck, Süßigkeiten, Kartoffelchips, Fertiggerichte, Pizza und das ganze andere Zeug sind reich an Kalorien und arm an Nährstoffen. Sie schützen nicht vor Krankheiten und machen schnell dick. Leere Kalorien! Auf diese Kohlenhydrate darfst du gern verzichten.

Industriell stark verarbeitete Produkte sind meist nicht nur reich an einfachen Kohlenhydraten bzw. Zucker, sondern auch reich an Fetten, insbesondere an ungesunden Transfettsäuren und gesättigten Fettsäuren, die sich negativ auf unsere Blutfettwerte und insbesondere auf den Cholesterinspiegel auswirken. Andere Fette hingegen sind sogar essenziell für unseren Körper, das heißt, sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Diese mehrfach ungesättigten (Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren) finden wir in Nüssen, Samen, Ölsaaten und deren Öle (z.B. Leinöl oder Walnussöl). Ein optimales Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren weisen Leinsamen und Walnüsse auf. Sie dürfen täglich in kleinen Mengen in den Speiseplan integriert werden und haben sogar eine Cholesterin senkende Wirkung.

Kohlenhydrate und Fette sind also nicht schlecht, sondern können in ihrer natürlichen Form unsere Gesundheit schützen. Damit sich keine überschüssige Energie an Bauch und Hüften sammelt sollte auf eine ausgewogene Energiebilanz und einen gesunden Lebensstil geachtet werden. Fast Food, Fertigprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel sind nicht Teil einer gesunden Lebensweise, da sie voller leerer Kohlenhydrate, Zucker und ungesunder Fette sind sowie wenig gesundheitsfördernde Nährstoffe besitzen.

Hast du Fragen? Dann schreibe mir gerne eine E-Mail oder eine WA an 0171-2709600.

Zeit- und Selbstmanagement im Ernährungsalltag

Eine der ungesündesten Mahlzeiten überhaupt ist die, für die wir uns keine Zeit nehmen und die wir nicht wahrnehmen, während wir sie essen. Gemeint ist hier das „nebenbei essen“: Take-Away-Boxen, die wir im stehen verdrücken, während wir uns unterhalten oder Sandwiches & Co. die wir im Laufschritt verschlingen oder auch Speisen, die wir essen, während wir arbeiten, aufs Handy starren oder noch schnell irgendetwas erledigen.

Diesen Mahlzeiten fehlt es oft nicht nur an Nährstoffen und Achtsamkeit. Häufig fehlt es schlicht weg an Zeit und guter Planung. Genuss und bewusste Ernährung brauchen Zeit. Und „sich Zeit nehmen“ funktioniert eben nur innerhalb eines persönlichen Freiraums, den man sich erst einmal schaffen  muss – während der Arbeit, in der Familie, im Urlaub und sogar in Ausnahmesituationen.

In den Beratungen und Workshops zum Thema „Zeit- und Selbstmanagement“ beschäftigen wir uns zum Beispiel mit folgenden Punkten:

  • Gründe für fehlende Zeit
  • Zeitplanung
  • Strategien gegen Zeitstress
  • Genuss und Achtsamkeit
  • Alltagsstrukturen und persönlicher Freiraum
  • Vorbereitung von gesunden Speisen für unterwegs
  • SOS-Strategien für alle Fälle

Sie finden das interessant und würden sich gern beraten lassen oder an einem Workshop teilnehmen? Dann nehmen Sie sich doch bitte die Zeit und schreiben Sie mir eine E-Mail oder eine SMS bzw. WhatsApp-Nachricht an 0171-2709600.