Schlagwort: Essverhalten

Mit Achtsamkeit zur bewussten Ernährung

Emotionales Essen läuft meist unkontrolliert oder unbewusst ab. Der Schlüssel zur Auflösung dieser Mechanismen – und das ist auch in der Verhaltenstherapie so – ist Achtsamkeit. Diese beginnt mit einer intensiven Selbstbeobachtung und jede Art von Achtsamkeitstraining, insbesondere auch Meditation, fördert dieses Prozess. Das Ziel dieser Übungen ist es, sich nicht mehr emotional überwältigen zu lassen und Kontrolle über sein Essverhalten zu haben.

In der Ernährungsberatung und Ernährungstherapie setzen wir bei emotionalem Essen unterschiedliche Bewältigungsstrategien ein. Aber ohne Achtsamkeit weißt du nicht, wann du diese einsetzen sollst. Deshalb ist Achtsamkeit so wichtig in der Veränderung von Essgewohnheiten mit emotionalem Essen.

Aber Achtsamkeitstraining kann noch mehr. Durch Achtsamkeit, Meditation oder auch Yoga wird die Körperwahrnehmung geschult. Das hilft zum Beispiel zwischen körperlichem und seelischem Hunger zu unterscheiden und das Gefühl der Sättigung besser wahrzunehmen. Auch Gelüste auf Süßes lassen sich durch Achtsamkeit besser entschlüsseln.

Weitere Infos gibt es in der Beratung oder in der Ernährungsgruppe. Schreib mir doch einfach eine E-Mail oder eine Nachricht an 0171-2709600.

Nahrung für die Seele

Unser Körper braucht Kohlenhydrate, Proteine und Fette sowie Vitamine und Mineralstoffe. Unsere Seele jedoch verlangt Süßes, Herzhaftes, Zuwendung, emotionale Befriedigung, ein Füllen der Leere, ein Spüren des Selbst oder einfach einen Moment der Entspannung. Es gibt wohl kaum einen Menschen der noch nie emotional gegessen hat. Das emotionale Essen reicht von einzelnen Genussmomenten bis hin zu unkontrollierten Essanfällen. Letztere können sich zu einer Essstörung (Binge Eating Störung) entwickeln und das Kommando über unseren Alltag sowie unser Denken und Fühlen übernehmen.

Wann handelt es sich um eine Störung? Wann benötige ich Hilfe?

Treten über Wochen oder gar Monate wiederholt immer wieder Essanfälle mit einem Gefühl des Kontrollverlustes auf und fühlen Sie nach den Essanfall Schuld und Scham, dann sollten Sie sich beraten lassen. Anlaufstellen können sein: Hausärzte, Allgemeinmediziner, Ernährungsberater, Psychotherapeuten, Beratungsstellen für Essstörungen oder Selbsthilfegruppen.

Unabhängig von Diagnosekriterien und Essstörungen kann auch durch ein mäßiges emotionales Essen Leidensdruck entstehen. Emotionale Esser essen häufig chaotisch und unregelmäßig oder übermässig. Übergewicht entsteht häufig, in dem es sich über längere Zeiträume einschleicht und Diäten zeigen allenfalls kurzfristige Wirkungen, werden nicht durchgehalten oder bringen durch einen Jo-Jo-Effekt ein gegenteiliges Ergebnis.

Emotionale Essen essen häufig aus Langeweile, meist unbewusst, oft in Stresssituationen (auch emotionaler oder sozialer Stress). Manche essen aus Traurigkeit, andere vor Freude und sehr viele werden einfach nicht wirklich satt, weil es eben nicht der Körper ist, der Hunger leidet, sondern die Psyche.

Wenn Sie mit ihrem Essverhalten unzufrieden sind, kann Ihnen die Verbindung aus Ernährungsberatung und psychologischer Beratung helfen, ihre Ernährungsgewohnheiten nachhaltig zu verändern. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle meine Ernährungsgruppen wärmstens ans Herz legen. Weitere Informationen zur Prozessbegleitung bei Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten und Ernährungsumstellungen erhalten Sie persönlich via E-Mail.