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Vegan, vegetarisch, vollwertig pflanzenbasiert … was heißt das eigentlich?

Es existieren verschiedene Definitionen der unterschiedlichen Ernährungsweisen und Ernährungsstile. Hier kommen meine:

Omnivore Ernährung: Das ist die normale Mischkost der Allesesser. Hier ist alles erlaubt. Wer sich omnivor und möglichst gesund ernähren möchte, orientiert sich am besten an den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bzw. lässt sich auf Grundlage dieser Empfehlungen beraten.

Vegetarische Ernährung: Hier gibt es die Ovo-Lakto-Vegetarier, die auf Fleisch, Geflügel und manchmal auch auf Fisch verzichten, aber Honig, Eier, Milch und Milchprodukte essen. Ich kenne auch Vegetarier, dir nur auf Fleisch verzichten, jedoch Fisch und alles andere essen. Dann gibt es noch die Lakto-Vegetarier, die keine Fleisch und keine Eier essen, aber Milch und Milchprodukte zu sich nehmen.

Vegane Ernährung: Veganer ernähren sich ausschließlich von Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft, also Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Saaten. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von veganen Produkten, wie Fleischersatzprodukte (Soja-Würsten & Co.), Aufstriche, Pizza, Chips, Kekse und vieles mehr. Deshalb ist eine vegane Ernährung nicht automatisch auch eine vollwertige Ernährung. Außerdem sollten Veganer auf die Zufuhr bestimmer Nährstoffe in der veganen Ernährung achten.

Vollwertig pflanzenbasierte Ernährung: Diese Ernährungsweise basiert auf unverarbeiteten bzw. naturbelassenen pflanzlichen Lebensmitteln. Es handelt sich um eine vollwertige Ernährung, in der keine (oder möglichst wenig) verarbeitete, industriell hergestellte oder tierische Produkte konsumiert werden. Zum Bespiel wird Getreide als volles Korn und nicht als Auszugsmehl genossen oder es werden Ölsaaten statt Fette und Früchte statt Haushaltszucker konsumiert.

Rohkost-Ernährung: Rohköstler essen ihre pflanzlichen Produkte frisch, naturbelassen und roh bzw. erhitzen diese nicht über 48 Grad. Sie essen nichts aus Dosen und Gläsern oder irgendetwas, das durch Zusätze verändert oder industriell behandelt wurde. Die wichtigsten Nahrungsmittel in der Rohkost-Ernährung sind Früchte, Gemüse, Sprossen, Nüsse, Kerne, Algen und Ölsaaten.

Und das ist meine Ernährung und meine Haltung dazu:

Ich bin Veganerin und ernähre mich vollwertig pflanzenbasiert mit einem möglichst hohen Anteil an Rohkost. Ich bin aber nicht militant. Wenn mich jemand zu seinem Geburtstag einlädt und mit viel Liebe einen Kuchen gebacken oder etwas gekocht hat, esse ich ggf. davon – abhängig von Tagesform und Speise. Fleisch esse ich gar nicht, ebenso wie pure tierische Produkte. Ich finde es wichtig, über die Folgen unserer heutigen Ernährung – für unsere Gesundheit und unsere Umwelt – aufzuklären. Insbesondere die Macht und das skrupellose Vorgehen von Konzernen bereitet mir Sorgen. Dennoch möchte ich niemanden zu einer veganen bzw. vollwertig pflanzenbasierten Ernährung überreden. In meinen Beratungen unterstütze ich Menschen dabei, die Ernährung zu finden und zu etablieren, die ihnen gut tut und schmeckt. Außerdem ist die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten immer ein Prozess, der am besten schrittweise vollzogen wird. Die besten Begleiter auf dem Weg in eine neue Ernährungsweise sind Freude und Neugierde. So lässt sich jedes Ziel erreichen.

Nährstoffversorgung in der veganen Ernährung

Wir Menschen sind zur Aufrechterhaltung unseres Lebens auf die Zufuhr von Nährstoffen durch unsere Nahrung angewiesen. Eine optimale Nährstoffversorgung schenkt uns Gesundheit, Vitalität und Lebenskraft.

Damit unser Körper optimal mit Nährstoffen versorgt wird, sollten wir möglichst bunt und abwechslungsreich essen. Unsere Lebensmittel sollten frisch, naturbelassen und möglichst wenig oder gar nicht verarbeitet sein.

Aber auch der Genuss und die Bekömmlichkeit unserer Speisen sind wichtig für unser Wohlgefühl. Hier spielt die Zubereitung eine wichtige Rolle, denn einerseits wollen wir unsere Mahlzeiten geschmacklich aufwerten (zum Beispiel durch die Zugabe von Fetten und Süßungsmitteln) und andererseits wollen wir die Nährstoffe möglichst erhalten. Dies erreichst du durch schonende Zubereitungsmethoden (wie z.B. das Dämpfen) und den Einsatz qualitativ hochwertiger Lebensmittel.

Grundsätzlich bringt die vegane Ernährung viele gesundheitsfördernde Effekte mit sich. Insbesondere in der Versorgung mit Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen kann die vegane Ernährung im Vergleich zur Mischkost punkten.

Es gibt aber auch ein paar Nährstoffe, die man im Auge behalten sollte, wenn man sich vegan ernährt. Hierzu zählen:

  • Eisen und Jod
  • Zink
  • Vitamin D
  • Vitamin B12
  • Vitamin B2
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Kalzium

Oft heißt es zudem, Veganer wären nicht ausreichend mit Proteinen versorgt. Dieser Meinung bin ich nicht, sofern Hülsenfrüchte und Soja (auch in Form von Tofu) verzehrt werden. Auch die anderen (oben genannten) potenziell kritischen Nährstoffe können – mit Ausnahme von Vitamin D und Vitamin B12 – gut durch eine vollwertige und ausgewogene vegane Ernährung zugeführt werden.

Einen genauen Aufschluss geben hier Tests (Blutbild, Urintests) die du bei deinem Hausarzt machen lassen kannst und bei dauerhafter veganer Ernährung auch regelmäßig durchführen lassen solltest.

Hast du Fragen zu deiner Nährstoffversorgung? Vieles lässt sich bereits in einer kurzen Online-Beratung klären. Aber auch in der Auswertung von Laborergebnissen und Ernährungsprotokollen oder beim Erstellen eines optimalen Ernährungsplanes bin ich dir gern behilflich. Ich freue mich auf deine E-Mail oder eine WhatsApp-Nachricht an 0171-2709600.